Coronavirus – Home-Office

Rubrik: Steuerrecht
Ausgabe: Apr. 2020

Zahlreiche Arbeitnehmer sind seit Beginn der Corona-Maßnahmen beruflich in ihr Home-Office „umgezogen“. Dort müssen sie oft ihre privaten Einrichtungen (Computer, Drucker, Telefon, Internet) verwenden und den vorhandenen Platz nicht selten mit Partner und Kindern teilen. Damit nicht auch noch steuerliche Nachteile hinzukommen, wurden einige gesetzliche Anpassungen vorgenommen.

Mann_am_Boden_Laptop_PapierePendlerpauschale

Grundsätzlich steht einem Arbeitnehmer das Pendlerpauschale nur für solche Tage zu, an denen er die Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte tatsächlich zurücklegt. Eine Ausnahme besteht allerdings für Feiertage sowie für Krankenstand und Urlaubstage. Diese mindern den Anspruch auf das Pendlerpauschale nicht. Mit einer Änderung des Einkommensteuergesetzes wurde nun festgelegt, dass auch im Falle von Corona-Kurzarbeit, Telearbeit bzw Dienstverhinderungen wegen der Coronakrise der Anspruch auf das Pendlerpauschale ungekürzt erhalten bleibt.

Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen

Die Steuerfreiheit von Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen ist im Regelfall daran geknüpft, dass die entsprechende Belastung des Dienstnehmers auch tatsächlich vorliegt. Schon bisher sah das Gesetz eine Ausnahme für den Krankheitsfall vor. In diesem Fall sollten die ausbezahlten Zulagen steuerfrei bleiben, auch wenn mangels Arbeitsleistung auch keine konkrete Gefahr etc vorliegt. Auch hier wurde nun mittels Gesetzesänderung bestimmt, dass die Steuerfreiheit dieser Zulagen bei Corona-Kurzarbeit, Telearbeit bzw Dienstverhinderungen wegen der Coronakrise nicht verloren geht.

Tipp:

Wer Mitarbeiter für besonderen Einsatz während der Coronakrise belohnen möchte, kann heuer Prämien bis zu € 3.000,-- steuer- und voraussichtlich auch beitragsfrei auszahlen. Von der Beitragsfreiheit profitiert auch der Unternehmer durch niedrigere Lohnnebenkosten.

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