Änderung bei der Jahressechstelberechnung

Rubrik: Sozial- und Arbeitsrecht
Ausgabe: Jän. 2020

Für Lohnzahlungszeiträume ab dem 1. Jänner 2020 muss zwingend zum Zeitpunkt des Zuflusses des letzten laufenden Bezuges im Kalenderjahr eine Neuberechnung des Jahressechstels erfolgen. Aufgrund der gesetzlichen Neuregelung wird sichergestellt, dass tatsächlich maximal 1/6 der im Kalenderjahr zugeflossenen laufenden Bezüge als sonstige Bezüge mit dem begünstigten Steuersatz von 6% versteuert werden können.

Geldboerse_Scheine_HandWurde im laufenden Kalenderjahr insgesamt mehr als 1/6 der zugeflossenen laufenden Bezüge mit den festen Steuersätzen versteuert, hat der Arbeitgeber bei der Auszahlung des letzten laufenden Bezugs im Kalenderjahr übersteigende Beträge durch Aufrollen zu versteuern. Lediglich in Fällen von Elternkarenzen muss eine derartige Kontrollrechnung nicht durchgeführt werden.

Vor allem in Fällen, in denen in der 2. Jahreshälfte eine Entgeltreduktion stattfindet (zum Beispiel Übergang von Vollzeit auf Teilzeit) kann dies zu einer Nachversteuerung von sonstigen Bezügen führen. Ähnliche Effekte werden aber auch in jenen Fällen herbeigeführt, in denen etwa eine bereits ausbezahlte Sonderzahlung bei einem unterjährigen Austritt nicht rückverrechnet werden darf oder es zu sonstigen Karenzierungen oder einem Entgeltausfall durch einen langen Krankenstand in der 2. Jahreshälfte kommt.

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